Ein Recruiting-Event groß gedacht – und dann doch nicht ganz so groß umgesetzt

Traditionell wird am Internationalen Tag der Pflege im Mai geklagt: der Pflegenotstand, der Fachkräftemangel, die Arbeitsbelastung. Das hat auch seine Berechtigung, doch für die Rekrutierung von Pflegepersonal sind es nicht eben die besten Argumente. Darum hatte sich die Diakonie dieses Jahr vorgenommen, anlässlich ihres „Aktionstags Pflege“ eine positive Botschaft zu senden: Auch wir fordern die Politik auf, sich um die Pflege zu kümmern, aber wir lassen uns gleichzeitig selbst was einfallen: ein bundesweites Recruiting-Event der besonderen Art. Wie das Konzept aussah und welche Erfolge erreicht – und nicht erreicht – werden konnten, erzähle ich in diesem Artikel.

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Wie man internationale Recruiting-Programme finanziert: „Man blockt eine Summe im Etat und überzeugt den Aufsichtsrat mit guten Argumenten“

Zehn Prozent der rund 1.500 Mitarbeitenden der Diakonie Wolfsburg kommen aus dem Ausland. In nur vier Jahren ist der Träger vom Pionier des internationalen Recruitings zum absoluten Profi im Vergleich zu anderen Projekten in der Branche geworden. Vorstand Ralf-Werner Günther macht kein großes Aufhebens um Vorstellungsgespräche per Skype oder die Finanzierung von Integrationsmaßnahmen. Für ihn ist das in der ohnehin international tickenden VW-Stadt alles ganz normal.

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Von der Praxisanleiterin zur „Azubi-Versteherin“ – oder: Wie der Generationenkonflikt Mitarbeiterbindung verhindern kann

Eigentlich ist Linda K. eine ganz normale Praxisanleiterin in einem Altenpflegeheim. Anlässlich des Aktionstags Pflege der Diakonie kam ihre Heimleiterin auf die spontane Idee, die 31jährige der Presse als „Azubi-Versteherin“ vorzustellen. Im Gespräch mit Linda wird deutlich, dass sie das wirklich ist – ohne sich bewusst zu sein, welchen essentiellen Beitrag sie damit auf dem Weg hin zu einer zeitgemäßen Personalbeschaffungs- und -bindungsstrategie leistet.

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Die Unbelehrbaren: Beratungsresistenz bei Personaler*innen

Immer wieder begegne ich bei Veranstaltungen Personalern aus dem Sozial- und Gesundheitswesen, die jeden Verbesserungs- oder Methodenvorschlag zur Personalgewinnung, den ich liefere, mit den Worten „Machen wir schon, funktioniert nicht“ abschmettern. Jeden einzelnen Vorschlag. Sie machen mich wahnsinnig. Im Stillen denke ich: „Dann schließ‘ eben deine Stationen und Wohngruppen, fühl‘ dich weiter als wehrloses Opfer des Fachkräftemangels und buch‘ mich nicht für einen Vortrag.“ Aber vielleicht ist es an der Zeit, mal erwachsen zu hinterfragen, was da eigentlich genau passiert. Schließlich steckt keine Besserwisserei, sondern echte Verzweiflung dahinter.

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Qualifizierung und Integration auf dem Arbeitsmarkt: „Die Altenpflege ist ein guter Einsatzbereich für Geflüchtete“

Die Diakonissen Speyer-Mannheim und der Verein zur Förderung der beruflichen Bildung e.V. (VFBB) haben sich für ihre Qualifizierungsmaßnahme für Geflüchtete mehrere besondere Anreize ausgedacht: So können die Teilnehmer*innen zwischen den Einsatzbereichen Krankenpflege, Altenpflege oder Hauswirtschaft wählen und kostenlos den Führerschein machen. Bei erfolgreichem Abschluss und Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben erhalten sie in der Regel einen Ausbildungsplatz, zum Beispiel als Alten- oder Krankenpflegehelfer. Michael Wendelken, Leiter der Personalentwicklung, hält im Gegensatz zu vielen anderen Projektleitern im internationalen Recruiting die Altenpflege für einen guten Einsatzbereich für Geflüchtete: wegen der Konstanz bei den Bewohnern und der hohen Akzeptanz durch die Bewohner. Übrigens wird bei den Diakonissen Speyer-Mannheim neben Maßnahmen zur Integration von Geflüchteten auch über ein Anerkennungsqualifizierungskonzept für reguläre Arbeitsmigranten, also Fachkräfte aus dem „Nicht EU-Ausland“, nachgedacht.

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