Kategorie: Quereinsteiger – Quereinstieg

Die gute Nachricht lautet: Es gibt viele Menschen, die nach einigen Jahren Berufserfahrung in anderen Branchen merken, dass sie lieber einen sozialen oder pflegerischen Beruf ausüben würden. Diese Quereinsteiger beziehungsweise Interessenten am Quereinstieg sind ein Pool von unschätzbarem Wert für Arbeitgeber im Sozial- und Gesundheitswesen, wenn es um Strategien gegen den Fachkräftemangel geht. Der Haken an der Sache ist jedoch, dass die Quereinsteiger häufig glauben, der Quereinstieg ließe sich mit einer schnellen Umschulung innerhalb weniger Wochen über die Bühne bringen. Wenn sie dann mitbekommen, dass sie noch einmal eine komplette Ausbildung machen sollen, verlieren sie oft den Mut. Wie kann es gelingen, sie trotzdem für unsere Branche zu gewinnen?

Integration mitdenken: So werden quereinsteigende Erzieher zur Fachkraft

Als größter freier Kita-Träger in Bremen ist der Landesverband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder in der Bremischen Evanglischen Kirche bei innovativen Fachkräftegewinnungsformaten ganz vorne mit dabei. Denn die herkömmlichen Wege decken den Bedarf nicht vollständig ab. Warum die Quereinsteigerregelungen des Bremer Senats seiner Erfahrung nach nicht zielführend sind und mit welchem eigenen Quereinsteiger-Programm die Ev. Kitas Bremen erfolgreich an den Start gegangen sind, erzählt Leiter Dr. Carsten Schlepper im Interview.

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Per Quereinstieg zur Pflegefachkraft: Best Practice aus dem Bildungszentrum für Gesundheitsberufe XUND

In der Zentralschweiz läuft unter dem Titel „Einstieg Pflege – Unabhängig der Erstausbildung“ eine Kampagne, die Fachkräfte aus anderen Branchen für einen Wechsel in die Pflege begeistern will. Dabei ist vorgesehen, dass die Kandidatinnen und Kandidaten noch einmal eine reguläre zweite Ausbildung zur diplomierten Pflegefachperson absolvieren (in der Schweiz als Studium an der Höheren Fachschule geregelt), selbst wenn sie zum Teil schon eine beachtliche Karriere in einem anderen Bereich hinter sich haben. Kampagnenprotagonist Peter war zum Beispiel Leiter Logistik, bevor er als Pflegestudierender noch einmal den Unterricht besuchte.

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Quereinstieg: Von der Gestaltungstechnischen Assistentin (GTA) zur Grundschulerzieherin

Derya kann bereits auf einen bewegten Lebenslauf zurückblicken, obwohl sie erst 28 Jahre alt ist. Das liegt nicht etwa daran, dass sie wankelmütig wäre, sondern daran, dass sie in ihrem ursprünglichen Berufswunsch Lehrerin zu werden ausgebremst wurde. Sie musste einen Umweg nehmen, um ihr Ziel, in der Schule zu arbeiten, zu erreichen. Ihre Geschichte zeigt vielerlei: Dass der Lehrermangel zum Teil auch hausgemacht ist. Dass bewegte Lebensläufe für ein ausgeprägtes Durchhaltevermögen auf dem Weg zum Traumberuf stehen können. Dass es eine ganz konkrete Persona und vielversprechende Marketingzielgruppe im Kampf gegen den Erziehermangel gibt, die im Personalmarketing noch viel deutlicher und direkter angesprochen werden könnte: Menschen, die nach der Schule gerne Lehrkräfte geworden wären, aber keine Chance dazu bekommen haben und nicht wissen, dass Erzieher auch in Schulen eingesetzt werden können.

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Kompetenzorientierung und Quereinstieg: Neue Einsatzmöglichkeiten sichtbar machen

Mit dem Interesse an der Rekrutierung von Quereinsteigenden gewinnt ein verwandtes Thema neuen Schub, das Bildungsexpertinnen und -experten bereits mindestens seit 2013 ins Bewusstsein der deutschen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu bringen versuchen: die kompetenzorientierte Personalarbeit. Sie beurteilt Mitarbeitende nicht mehr nur nach ihrem Berufsabschluss, sondern nach ihren Fähigkeiten („Kompetenzen“), die sie in Ausbildungen und Studiengängen, Fort- und Weiterbildung, aber auch in anderen Zusammenhängen erworben haben. Dadurch werden Einsatzmöglichkeiten in der Arbeitswelt sichtbar, die beim eingeschränkten Blick auf die im Stellenplan vorgesehene Berufsqualifikation für eine bestimmte Vakanz gar nicht aufgefallen wären.

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