KategoriePflege 4.0

Mit Pflege 4.0 sind hier alle neuen Ansätze gemeint, die das althergebrachte System der Pflege auf den Kopf stellen. Von Pflege Start ups  über  neue Pflegemodelle bis hin zur Digitalisierung in der Pflege  gehört alles dazu.  Pflege wird hier völlig neu gedacht, weil vorsichtige Modernisierungen  einfach zu langsam vorangehen, um mit dem Tempo, in dem sich andere Branchen weiterentwickeln, mithalten zu können.

Reinventing Organizations: Auf dem Weg zum agilen Altenhilfe-Träger

Alle reden immer nur über Buurtzorg und Pflegetiger, dabei haben sich auch andere Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft auf den Weg in die Zukunft gemacht – etwas stiller und unauffälliger vielleicht. Mit Hilfe einer Organisationsberatung will die DiaCom Altenhilfe gGmbH in Eschwege zur agilen Organisation werden: mit sich selbstorganisierenden Teams und Führungskräften, die wieder Zeit für Strategie und Supervision haben – so wie es der Bestseller „Reinventing Organizations“ von Frederic Laloux beschreibt. Agilität ist dabei auch ein Mittel, um die Arbeitgeberattraktivität zu steigern. Über den Case berichtet Organisationsberater und -entwickler Andreas Kenk.

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Recruitment bei Buurtzorg: „Die Pflegekräfte kommen von ganz allein“

Schon lange wollte ich mich hier im Blog einmal mit Buurtzorg (sprich: Bürt-Sorg) beschäftigen. Falls es jemanden gibt, der noch nicht davon gehört hat, obwohl der Anbieter in unserer Branche derzeit in aller Munde ist, fasst Wikipedia es so zusammen: „Buurtzorg ist eine niederländische Organisation zur häuslichen Altenpflege, die wegen ihres neuen Ansatzes, unabhängige Pflegeteams aufzustellen, dabei qualitativ hochwertige Pflege zu leisten und dennoch bei einem niedrigen Kostenlevel zu arbeiten, für internationale Aufmerksamkeit sorgt.“ Der Name bedeutet „Nachbarschaftshilfe“. Auf dem 15. Contec Forum am 17. Januar in Berlin hatte ich nun die Gelegenheit, einen Vortrag von Gunnar Sander von Sander Pflege zu hören, der das Buurtzorg-Prinzip vor einem Jahr nach Deutschland (genauer gesagt ins Münsterland) geholt hat. Der folgende Artikel ist der leichteren Lesbarkeit wegen als Interview formuliert, jedoch hat ein persönliches Interview nicht stattgefunden, sondern ich habe die Fragen und Antworten der Struktur des Vortrags nachempfunden.

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Start up Personalmarketing: Pflegetiger stellt 5-6 Pflegekräfte pro Monat ein

Ich kenne so viele Recruiting-Kolleg*innen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen, die schon völlig mürbe sind, weil sie mit jeder Idee gegen Mauern laufen und dann aber verantwortlich gemacht werden, weil sie keine neuen Mitarbeiter*innen ranschaffen. Das Mitarbeiterempfehlungsprogramm stößt bei der Mitarbeitervertretung auf Skepsis, die locker getextete Stellenanzeige mag die Einrichtungsleitung nicht durchwinken, für Facebook-Ads macht die Geschäftsführung kein Geld locker und wenn zum trägerübergreifenden Recruiting-Event aufgerufen wird, winkt die Öffentlichkeitsarbeit ab: „Da kommt sowieso keiner.“ In was für einer tollen neuen Welt leben Monika und Annelie von pflegetiger, die all das umsetzen dürfen und dafür ein Marketing-Budget zur Verfügung gestellt bekommen! Das Start-up macht vor wie das Kunststück gelingen kann, in Zeiten des Fachkräftemangels Pflegekräfte zu rekrutieren. Und wir wissen jetzt, wo unsere Fachkräfte alle hin sind.

Aktuelle Info vom 7.11.18: Laut Medienberichten ist pflegetiger.de insolvent. Das ändert nichts daran, dass ich die Personalmarketing-Strategie für hervorragend halte.

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