[ADVERTORIAL] Influencer-Personalmarketing macht jetzt gefühlt jeder, und wer es noch nicht macht, möchte in naher Zukunft mitmischen. Angesichts der Personalknappheit in Sozial- und Pflegeeinrichtungen sind wieder einmal die Hoffnungen groß, mit dieser Methode endlich die dringend benötigten Fachkräfte herbeizuschaffen. Es klingt so schön einfach: Blogger, YouTuber oder Instagrammer posten spannende Bilder oder Videos über Pflegeheim X oder Werkstätte für Menschen mit Behinderung Y und schon stehen die BewerberInnen Schlange. Doch wie finde ich einen Influencer, der zu meinem Unternehmen und zum Ziel der Personalgewinnung passt? Das ist – besonders für Sozial- und Pflegeeinrichtungen – gar nicht so einfach.

Sozialarbeiter-Blogs und Pflege-Rapper

Natürlich gab und gibt es Blogs zum Thema Pflege oder Soziale Arbeit, außerdem YouTube-Kanäle von Pflege-Rappern. Doch der Markt ist unübersichtlich: Es gibt Blogs, die nicht besonders hochwertig wirken – Pflegekräfte sind ja meist keine Marketing-Profis. Nun müssen Blogs kein Hochglanz-Design haben, um gut zu sein, aber Personalmarketing braucht schon ein seriöses Umfeld, um zu wirken. Weiterhin gibt es Blogs, in denen lange nichts Neues mehr veröffentlicht wurde und denen vermutlich auch nach und nach die Leser abhanden gekommen sind. Es gibt eine Handvoll ehemals berühmte Pflege-Blogs, die offenbar ihre gut gerankte URL inzwischen an kommerzielle Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen verkauft haben. Es gibt Blogs, die sehr fachlich daherkommen und eher von Pflegewissenschaftlern als von Fachkräften gelesen werden. In all jenen lohnt es sich nicht wirklich, Personalmarketing zu machen.

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Vor allem, weil es noch ein weiteres Problem gibt: Wer Altenpflege- oder Sozialarbeiter-Blogs liest, der hat meist schon einen sozialen Beruf. Das wäre dann ungefähr dasselbe wie Werbung für das Freiwillige Soziale Jahr auf dem Kirchentag. Kann man machen, aber die meisten jugendlichen BesucherInnen eines Kirchentages wissen sowieso schon längst, was das FSJ ist und dass sie eins absolvieren wollen. Eigentlich will man ja aber an die Außenstehenden herankommen – Jugendliche, die noch nicht darüber nachgedacht hatten, ob ein sozialer Beruf etwas für sie wäre, oder ausgebildete Fachkräfte, die zuvor noch nichts von Ihnen als Arbeitgeber gehört haben. Das wird auf diesem Wege nicht funktionieren. In einem einschlägigen Pflege- oder Sozialarbeit-Blog könnte es höchstens darum gehen, Menschen mit sozialen Berufen von einem Arbeitgeberwechsel zu überzeugen. Das darf aber möglicherweise der bloggende Altenpfleger oder die bloggende Sozialarbeiterin nicht unterstützen, denn sie wollen ja ihren eigenen Arbeitgeber nicht verärgern, indem sie für andere Arbeitgeber werben. Schwierig, schwierig.

Dann kommt noch dazu, dass Pflege- oder Sozialarbeiter-Blogger oft nicht gewohnt sind, marketingmäßig zu denken. Im Gegensatz zu Food- oder Lifestyle-Bloggern, die sich mit Suchmaschinenoptimierung auskennen und ihre Webseiten so aufbauen, dass sie Unternehmenskampagnen prima integrieren können. Das kann dazu führen, dass die Verhandlungen über ein gemeinsames Influencer-Marketing-Projekt an mangelndem technischen Verständnis oder steuerlichem Know How scheitern.

Influencer mit dem Schwerpunkt Soziales

Ein anderer, wahrscheinlich vielversprechenderer Ansatz wäre, Blogger, YouTuber oder Instagrammer zu suchen, die sich eher allgemein mit sozialen Themen beschäftigen. Idealerweise bringen sie ein gewisses Show-Talent mit (singen, rappen, Comedy), sodass sie auch für Live-Auftritte auf Messen oder beim Tag der offenen Tür in der Einrichtung einsetzbar sind. So wie MaximNoise, der eine Ausbildung zum Rettungssanitäter gemacht hat, über Krieg, Mobbing und Integration singt und mit der Diakonie Deutschland kooperiert. Meist sind das nicht gerade Influencer mit Millionen Followern, aber das ist auch nicht weiter schlimm, denn ein kleinerer, aber treuer Fankreis ist oftmals mehr wert als eine Menge oberflächliche Kontakte. Problematisch ist eher, dass es nicht so viele solcher Influencer mit sozialem Schwerpunkt gibt, während Reise- oder Mode-Blogs das Internet überschwemmen. Man möchte schließlich eine gewisse Exklusivität erreichen und nicht das xte Unternehmen sein, das mit dem Influencer zusammenarbeitet.

Die Lösung: Regionale und Micro-Influencer

Es bleibt nichts anderes übrig als den Fokus ein wenig auszuweiten. Eine gute Alternative sind so genannte Micro-Influencer. Sie müssen nicht unbedingt einen sozialorientierten Blog betreiben. Schließlich haben auch Pflegekräfte oder Erzieher Hobbys, verreisen gerne oder stöbern im Internet nach Unterhaltung. Wichtig ist vielmehr, dass die Influencer irgendeinen Berührungspunkt mit der Zielgruppe Ihres Personalmarketings haben. Das kann zum Beispiel die gemeinsame Heimat sein. So entschied sich die Diakonie Stetten bei ihrer Influencer-Kampagne, auf die Hobbyköchin Fruit Fairy zuzugehen. Mit Pflegekräften hat ihr Rezepte-Blog zwar eigentlich nichts zu tun, aber Laura alias Fruit Fairy kommt aus dem Raum Stuttgart, wo auch die Diakonie Stetten zu Hause und bekannt ist. Das passt! Genauso könnten Sie in einem regionalen Radfahrer-Blog Personalmarketing für ihre ambulanten Pflegedienste machen, wenn das Einzugsgebiet so klein ist, dass die Pflegekräfte mit dem Fahrrad von Einsatz zu Einsatz fahren können. In dem Fall wäre das Fahrrad der gemeinsame Nenner. Sie könnten eine Umfrage unter ihren Fachkräften durchführen, für welche Themen sie sich in ihrer Freizeit interessieren. Und wenn sich da zufällig Themen auftun, die auffällig viele Pflegekräfte oder Erzieher begeistern – Reisen nach Spanien? Meerschweinchen als Haustiere? Krimis von Sebastian Fitzek (Amazon Affiliate Link)? – können Sie Influencer aus diesem Bereich auswählen.

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Blogger als Influencer haben übrigens gegenüber reinen YouTubern oder Instagrammern einen wichtigen Vorteil: Sie taugen besser für das Content Marketing. Ein längerer Blog-Artikel über soziale Berufe bringt aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung wesentlich mehr, weil Google hier mehr Text auswerten kann. Zumindest solange die Suchmaschinen noch nicht damit angefangen haben, die gesprochenen Worte aus Videos auszulesen und von ihrem Algorithmus mitbewerten zu lassen. Für einen guten Blogger sind Facebook oder Instagram nur Kanäle, in denen LeserInnen abgefangen werden, um dann auf den Blog gelenkt zu werden, wo ein Thema ausführlich besprochen werden kann. „Suchmaschinen lieben Blogs“, bestätigt Eduard Andrae von der Firma trusted blogs (siehe unten).

Wie und wo finde ich passende Influencer?

Man kann viel Zeit damit vertrödeln, das Internet nach Influencern zu durchforsten. Meist bleibt man stundenlang in diversen Blogs oder YouTube-Kanälen hängen und klickt sich durch die Beiträge und Videos. Man kann auch viel Geld dafür ausgeben, dass eine Agentur die Recherche übernimmt – doch nicht selten zahlt man dann eine hohe Provision/Vermittlungsgebühr für den gefundenen Influencer oder muss sogar unterschreiben, dass bei allen zukünftigen Kooperationsprojekten mit dem Influencer eine Gebühr fließt (ähnlich wie bei einer Künstleragentur). Weil dieser Zwiespalt bekannt ist, sind inzwischen erste Dienstleister mit Blogger-Plattformen gestartet, über die Sie als Unternehmen in aktiven, marketingorientierten Blogs recherchieren können. Das kostet natürlich auch Geld, aber wesentlich weniger.

Ein Beispiel für eine solche Plattform ist https://www.trusted-blogs.com (Affiliate Link), das sich auch „Blog-Suchmaschine“ beziehungsweise „Marktplatz für Influencer-Marketing“ nennt. Alternativ gibt es z.B. blogger-helden.de oder bloggerei.de. Bei Trusted Blogs registrieren sich Blogger, die Interesse haben, gegen ein überschaubares Honorar über Unternehmen zu schreiben. Als Unternehmen veröffentlichen Sie ein Briefing für eine geplante Kampagne (Thema, Anforderungen an den Inhalt oder die Länge der Beiträge, Honorar) und bekommen Bewerbungen von Bloggern. Sie suchen sich diejenigen aus, die Ihnen am passendsten erscheinen. Hier geht’s zur Blogger-Plattform (Affiliate Link):

Personalmarketing mit trusted blogs bei team neusta in Bremen

Eine Firma, die mit trusted blogs ihr Personalmarketing weiterentwickelt hat, ist die team neusta GmbH aus Bremen. Hier wurden zwar keine Pflegekräfte gesucht, sondern MitarbeiterInnen in IT-Berufen, aber das soll nicht zu dem Missverständis führen, dass die Methode nur für technik-/internetbezogene Berufe funktionieren würde. team neusta hatte sich zum Ziel gesetzt, das Unternehmen als Arbeitgeber und Bremen als spannenden Standort für ITler zu präsentieren. Das ist ungefähr genauso schwierig wie Pflegekräfte für ein Heim in der Thüringer Provinz zu begeistern, denn ITler arbeiten nunmal gern bei namhaften Firmen wie Google oder Amazon oder in einem hippen Start up in Berlin. Über trusted blogs wurden also drei Blogger ausgewählt, die eine Einladung nach Bremen bekamen, um sich die team neusta Büros und eine Oldtimer-Ausstellung anzusehen, einen kurzen Vortrag über team neusta anzuhören und dann bei einem gemeinsamen Mittagessen und einer Stadtführung samt Hafenrundfahrt noch ein wenig Stadtatmosphäre zu schnuppern.

Warum die Blogger aus völlig artfremden Themenfeldern wie Fotografie und Psychologie ausgewählt wurden (was hat das mit IT-Berufen zu tun?), wie unterschiedlich sie das Thema „Arbeiten bei team neusta“ in ihren Blogs jeweils aufbereitet haben und welche Erfolge die Influencer-Kampagne für die Google-Suche und kununu-Erfahrungsberichte über team neusta hatten, berichtet Eduard Andrae in seinem Beitrag „Recruiting per Influencer-Marketing“. Der Vorteil für das Unternehmen war auf jeden Fall, die Blogger alle über denselben Kanal ansprechen und aus einer größeren Anzahl von Blogger-Bewerbungen die viel versprechendsten auswählen zu können. Außerdem war sicher gestellt, dass es sich um aktive Blogs mit geprüfter Qualität handelt.

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beeinflusst. Weitere Infos: www.trusted-blogs.com/werbekennzeichnung

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