Social Recruiting mit TalentBait: Solide Erfolge und ein Special Effect

Ein „bait“ ist auf Englisch ein Köder. TalentBait ist also ein Anbieter, der sich auf das Ködern von Bewerber*innen spezialisiert hat – und zwar, indem er Stellenanzeigen von Unternehmen als Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook, Instagram und YouTube, aber auch bei Google ausspielt. Die Diakonie Himmelsthür hat das Tool ausprobiert und gute Erfolge damit erzielt. Ihre Strategie basiert dabei auf einem Kanal-Mix und Offenheit gegenüber neuen digitalen Recruiting-Dienstleistern. Katrin Rother, Leitung Personalentwicklung und –gewinnung, berichtet.


Warum haben Sie TalentBait als Tool ausgewählt?

Wir verfolgen im Moment die Strategie, viele neue Recruiting-Kanäle einfach auszuprobieren. Fast jeden Anbieter, der uns kontaktiert, sehen wir uns genau an, nehmen Kontakt auf, um uns das Tool erklären zu lassen, und entscheiden im Team, ob wir einen Probelauf damit starten. Aktuell haben wir zum Beispiel Omnium, Join, mobileJob, HeyJobs und das Deutsche Pflegeportal auf dem Schirm. Tools, die nachweislich gute Erfolge erzielen, nutzen wir dann weiter.

Andere Unternehmen unserer Branche fühlen sich mit den neuen Tools überfordert…

Der Markt ist inzwischen so vielfältig, dass gute Fachkenntnisse notwendig sind. Aber die kann man sich aneignen. Die neuen Recruiting-Dienstleister sind sich alle ähnlich und unterscheiden sich oft nur in Nuancen. Wenn man erstmal ein Tool verstanden hat, fällt es bei den nächsten schon viel leichter.  Ich kann meinen Kolleginnen und Kollegen nur Mut machen, neue Tools auszuprobieren und dann diejenigen für ihre Organisation zu nutzen, die Erfolg bringen. Die Situation, dass keine Bewerbungen auf Ausschreibungen eingehen, ist ja Realität – und mit Hilfe der neuen Angebote haben wir wenigstens die Möglichkeit, diesen Zustand aktiv zu verändern.

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Was kann TalentBait?

Der Anbieter postet unsere Stellenanzeigen als Werbung in sozialen Netzwerken und bei Google. Die Links verweisen direkt auf unsere Karrierewebseite, sodass wir die Bewerber*innen direkt in unsere Onlineumgebung leiten. Zusätzlich bekommen wir von TalentBait aber auch Kontaktdaten von Interessent*innen, die sich direkt beim Anbieter gemeldet haben.

Welche Erfolge können Sie messen?

Seit wir TalentBait nutzen, klicken mehr Nutzer*innen von Facebook aus auf unser XING Firmenprofil. Die Bewerbungseingänge über TalentBait waren auch solide: 20 Interessent*innen bei einer Stellenanzeige für examinierte Pflegefachkräfte in Hannover, sieben Bewerbungen für eine ähnliche Anzeige im ländlichen Raum. Die Anzahl der Initiativbewerbungen ist insgesamt gestiegen, seit wir digitale Recruiting Tools einsetzen: Von durchschnittlich 16 pro Monat im Jahr 2017 über 40 pro Monat im Jahr 2018 bis zu 54 pro Monat im Jahr 2019.  Dazu kommen noch die konkreten Bewerbungen auf unsere Stellenanzeigen, die direkt an die Leitungskräfte gehen. Wir können unsere Stellen immer noch besetzen, auch wenn es inzwischen länger dauert und mehr Ressourcen benötigt. Aus unserem direkten Umfeld höre ich, dass man dort viel größere Schwierigkeiten hat.

Wie gehen Sie mit den Bewerber*innen, die über diese Kanäle kommen, um?

Wir melden uns sofort bei ihnen. Wir haben uns ohnehin die Vorgabe gesetzt, Bewerber*innen innerhalb von spätestens fünf Tagen anzurufen. Für die neuen digitalen Recruiting Tools ist das Zeitfenster noch enger. Idealerweise rufen wir sofort, spätestens aber am nächsten Tag an. Die Bewerbungen über diese Kanäle sind ja oft sehr rudimentär, man hat meist nur die Kontaktdaten der Kandidat*innen. Wir müssen also am Telefon die offene Position erstmal genau beschreiben und die Person „öffnen“. Wir fragen: Wo sind Sie auf uns aufmerksam geworden, wofür interessieren Sie sich genau? Manchmal bewirbt sich jemand auf eine Stellenanzeige in Hannover, will aber eigentlich in Hildesheim arbeiten, wo wir auch Angebote haben. Das versuchen wir von Anfang an herauszufinden, um den Bewerbenden die optimale Stelle anbieten zu können.

Dazu sind ja sicher auch Änderungen im gesamten Prozess notwendig…

Mit manchen Leitungskräften sind wir schon soweit, dass sie uns ihren Kalender freigegeben haben und wir ohne Rücksprache einen Termin mit den Bewerbenden  ausmachen können. Dazu muss man natürlich erstmal das Vertrauen der Leitungskräfte gewinnen. Ich bin jetzt seit zweieinhalb Jahren auf dieser Stelle und arbeite seitdem daran. Je größer die Personalnot ist, umso eher lassen sich Leitungskräfte übrigens auf neue Ideen ein. Ich wende bei der Diakonie Himmelsthür jetzt einige Methoden neu an, die in anderen Branchen schon ganz normal sind. Prozesse werden bei uns inzwischen viel strukturierter beschrieben und mit Zeitfenstern versehen. Gemeinsam mit meinem Team erarbeiten wir uns ein Netzwerk aus konkreten Ansprechpersonen in unseren Standorten, damit es schneller und zuverlässiger geht. Meine Vorgesetzte ist zum Glück sehr offen und modern eingestellt. Im nächsten Jahr bekommen wir das Bewerbermanagementsystem eRecruiter. Ich darf viel probieren und bekomme einen großen Vertrauensvorschuss.

Wie hoch sind die Kosten für TalentBait?

Die Kosten werden für jede „Kampagne“, also Stellenanzeige, neu ausgerechnet, je nach Ort, Arbeitsfeld und gewünschtem Kanal-Mix. Sie liegen unserer Erfahrung nach zwischen 800 und 1.000 Euro und damit gleichauf mit anderen Tools wie mobileJob oder HeyJobs. Man bekommt allerdings eine „Zusatzfunktion“ geboten, die ich bei anderen Kanälen so noch nicht erlebt habe: Wenn TalentBait unsere Anzeigen in den diversen Kanälen postet und die Nutzer*innen dort Kommentare dazu hinterlassen, werden wir von TalentBait informiert und können sofort reagieren. Das ist besonders bei Fragen oder negativen Kommentaren sehr hilfreich. Denn da man ja überhaupt nicht weiß, wo die Anbieter beziehungsweise ihr Algorithmus unsere Anzeigen überall postet, kann man das nicht händisch überwachen. Dieses Angebot hat TalentBait übrigens auf unsere Anfrage hin entwickelt. Es ist ein junges, pfiffiges Start-up, das Verbesserungsvorschläge gerne und sofort umsetzt. Den Support muss ich wirklich ausdrücklich loben, der Austausch ist immer sehr beflügelnd!

Werden Sie mit TalentBait weiterarbeiten?

Ja, als einer von mehreren Kanälen in unserem Portfolio. Wir merken, dass man mit verschiedenen Tools, auch wenn sie ähnlich funktionieren, unterschiedliche Menschen erreicht. Letztendlich haben sie eben doch unterschiedliche Arten, die Stellen zu posten. Sehr selten haben wir den Fall, dass sich Bewerbende sowohl über TalentBait als auch zum Beispiel über HeyJobs bewerben. Außerdem merken wir, dass bei den Tools ein gewisser Sättigungseffekt eintritt. Bei der ersten Anzeige auf mobileJob hatten wir 80 Bewerbungen, bei den nächsten lief es dann langsam aus. Die besten Erfolge erzielen wir, wenn wir die Tools im Wechsel einsetzen. Die Algorithmen lernen ja auch ständig dazu und verstehen Veränderungen im Markt und Nutzerverhalten viel schneller als wir Recruiter*innen das tun. Wir versuchen auch, immer andere Kanäle zu wählen als die breite Masse der Unternehmen es gerade tut, also nicht zeitgleich auf einen Trend aufzuspringen. Mein Eindruck ist: Mit den richtigen Methoden kann die Recruiting-Spirale auch wieder nach oben gehen!

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1 Kommentar

  1. Klingt spannend mit TalentBait! Wir werden es jetzt auch einmal für 30 Tage testen. Vielen Dank für den Tipp!!

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