Sicher seid ihr als Recruiter*innen in Krankenhäusern und Pflegeheimen seit Ende vergangener Woche auch mit Corona-Spezialangeboten von Stellenbörsen und Recruiting-Dienstleistern überschwemmt worden. Zwei Stellenanzeigen zum Preis von einer, fünf kostenlose Schaltungen oder gar eine Anzeigenflatrate – alles dabei. Manche Dienstleister wollen wirklich helfen. Andere wittern die Chance, Unternehmen aus der Gesundheitsbranche in der Corona-Krise als Neukunden zu gewinnen. Die meisten bewegen sich wohl irgendwo dazwischen.

Zuerst stellt sich die Frage, ob es überhaupt etwas bringt, wenn nun durch die Corona-Angebote der Stellenbörsen und Recruiting-Dienstleister noch mehr Stellenanzeigen für Pflegekräfte und Ärzte das Internet (und Branchenzeitschriften) überschwemmen. Es ist doch sowieso schon voll davon. Wie sollen sich die Bewerber noch zurechtfinden? Schalten sie nicht irgendwann auf Durchzug? Hat überhaupt jemand Lust, in Corona-Zeiten Bewerbungen zu schreiben? Zumal die Krankenhäuser gleichzeitig freiwillige Helfer (Ehrenamt oder befristet in Teilzeit angestellt) suchen, was eher Verwirrung stiftet. Und zumal viele grundsätzlich wechselwillige Pflegekräfte es nicht übers Herz bringen, ihren derzeitigen Arbeitgeber in dieser Situation alleine zu lassen.

Wer schreibt in Corona-Zeiten Bewerbungen?

Andererseits berichten mir Performance Marketing-Spezialisten von derzeit überdurchschnittlichen Klickzahlen auf Stellenanzeigen-Ads in sozialen Netzwerken. Vielleicht von Personen im Home Office oder in Quarantäne. Also in gewisser Weise befeuert Corona das Bewerbungsverhalten durchaus. Und man kann als Unternehmen zumindest die kostenlosen Corona-Angebote auch nicht einfach ausschlagen. Denn viele andere nutzen sie. Und wer es nicht tut, dessen Stellenanzeigen gehen derzeit in der Masse der Mehrfachschaltungen einfach unter.

Nicht zuletzt bietet Corona die Chance,  Bewerbungsprozesse  zu überdenken, zu optimieren und zu modernisieren. Wenn wir bei den freiwilligen Corona-Unterstützern kein Motivationsschreiben brauchen, warum brauchen wir es dann in anderen Bewerbungsverfahren? Wenn wir in Corona-Zeiten mit Videobewerbungen experimentieren, weil Vorstellungsgespräche nicht stattfinden können, warum machen wir nicht einfach in Zukunft gleich damit weiter?

Welche Corona-Angebote solltet ihr als Recruiter also annehmen und welche lohnen nicht? Ich habe mir das genauer angesehen.

So habe ich die Corona-Angebote von Recruiting-Dienstleistern und Stellenbörsen sortiert

Nach einigen zentralen Erkenntnissen folgen meine Erfahrungen mit einzelnen Anbietern weiter unten.

Die Unsensiblen

Ich habe es zuerst als große Frechheit verstanden, wenn Anbieter von Stellenbörsen oder Recruiting-Dienstleistungen diese existenzielle Corona-Krise, die uns alle völlig aus der Bahn wirft, für ganz normale Marketingzwecke nutzen. Und zwar ohne das kleinste Unterstützungsangebot auszusprechen. Nach dem Motto: Schon gemerkt, es ist Corona-Krise, da wollen Sie doch bestimmt unsere Dienstleistung kaufen! Dienstleistern, die auf diese Weise an mich herangetreten sind, habe ich dementsprechend geantwortet: Dass ich das im höchsten Maße irritierend finde. Und dass sie damit garantiert kein Vertrauen bei mir wecken. In dieser Kategorie sei candidatesnow.com  und die Marburger Bund Zeitung genannt.

Ich bekam dann aber eine Rückmeldung von candidatesnow.com, in der mir der Geschäftsführer Philipp Redeker ausführlich erklärte, warum sich sein mittelständisches Unternehmen keine Sonderpreise leisten kann, wenn gerade in Corona-Zeiten die Aufträge wegbrechen. Das kann ich sehr gut verstehen und spreche in dieser Kategorie jetzt nicht mehr von „Den Frechen“, sondern von „Den Unsensiblen“, die vielleicht einfach nicht gemerkt haben, dass Corona als Vertriebsargument nicht so cool ist.

Auf jeden Fall: Sorry, dass ich mich zuerst so aufgeregt habe, man sollte immer auch erst versuchen, die andere Seite zu verstehen.  Und ich wünsche allen Recruiting-Dienstleistern, die keine Sonderpreise anbieten können, dass ihre Unternehmen heil durch die Krise kommen! [Nachtrag: Die Marburger Bund Zeitung rang sich zwei Wochen nach meiner kritischen Mail zu einem kostenlosen Angebot durch: „In den nächsten Ausgaben halten wir Platz vor für die Ausschreibung akut zu besetzender Arztstellen zur Bekämpfung des Coronavirus. Die Veröffentlichung erfolgt in einem standardisierten Format und ist kostenfrei (Print & Online).“]

Die Minimalisten

Immerhin etwas: Manche Anbieter ringen sich zu kostenlosen Corona-Add-Ons durch, wenn man erstmal kostenpflichtig gebucht hat. Unter dem Motto „Springer verdoppelt“ bietet zum Beispiel springermedizin.de/jobs eine kostenfreie Anzeige zusätzlich für jede kostenpflichtig geschaltete Anzeige (print und online). CandidateReach bietet ebenfalls eine 2:1-Lösung an, zwei Anzeigen für den Preis einer Anzeige.

Die Komplizierten

Nicht ganz zielführend ist es, wenn Dienstleister Corona-Unterstützung anbieten, den Prozess aber so kompliziert gestalten, dass man als Gesundheitsunternehmen mitten im Corona-Stress noch mehr Arbeit statt einer Arbeitserleichterung dadurch erfährt. Die Stellenbörse Stepstone war beispielsweise eine der ersten, die kostenlose Stellenanzeigen für Pflegekräfte und Ärzte aus Corona-relevanten Stationen anbot und das auch an die große Glocke hängte, damit es ja jeder mitbekam. Bis alle Absprachen getätigt und zumindest einige Anzeigen online waren, dauerte es dann allerdings eine Weile. Details siehe unten. Wer wirklich helfen will: Lieber weniger Marketing machen und pragmatischer in die Umsetzung gehen, bitte!

Die Beratungsintensiven

Grundsätzlich eine gute Idee ist es, wenn Anbieter bei Unternehmen aus dem Gesundheitswesen nachfragen, was sie in dieser Situation wirklich brauchen, anstatt einfach irgendwelche im Zweifelsfall völlig sinnlosen Maßnahmen anzubieten. In der Kategorie Beratungssuchende sei MobileJob genannt, das per E-Mail-Umfrage Kundenstimmen einholte, oder Care Rockets, die über XING bezüglich eines Pools für befristete Teilzeitkräfte bei mir nachfragten. Andererseits hat man als Krankenhaus-Recruiter im Corona-Stress eigentlich keine Zeit, an solchen Brainstormings teilzunehmen. Insofern muss da schon eine enge Kundenbindung bestehen, damit man Angaben zu Fragen wie den folgenden macht (MobileJob):

  • Welche Auswirkungen hat Corona auf Ihren Job?
  • Was stellt momentan das größte Hindernis im Recruiting-Prozess dar?
  • Was ist die kritischste Vakanz, die derzeit besetzt werden muss?
  • Würde Ihnen in der aktuellen Situation Zeitarbeit weiterhelfen?

Die Überzeugendsten

Am meisten überzeugten mich Anbieter, die weitestgehend oder komplett auf laute Marketingaktivitäten verzichteten. Die ihre Corona-Unterstützung ausgewählten Kunden pragmatisch, aufwandsarm und ohne großes Trara anboten. Weil es ihnen wirklich in erster Linie um die Unterstützung ging. Ganz automatisch gewinnt man als Kunde zu solchen Anbietern Vertrauen, was sich später möglicherweise auch auf die regulären Geschäfte auswirken wird. Aber das ist keine Pflicht und kann in Ruhe „nach Corona“ besprochen werden. In dieser Kategorie habe ich tolle Erfahrungen mit der Aktion #ActiveSourcersAgainstCorona des Institutes for Competitive Recruiting, meinestadt.de und Jobware gemacht. Details siehe unten.

[Werbung] Die reichweitenstarke Ausbildungsplattform Ausbildung.de bietet Gesundheitsunternehmen unter dem Motto #DieHeldenVonMorgen ein kostenloses Unternehmensprofil samt Stellenanzeigen für Ausbildungsplätze für sechs Monate. Wegen Corona. Zusätzlich kann ebenfalls kostenlos die Videobewerbungsfunktion von Jobufo genutzt werden.

Meine Tipps

  1. Um in Corona-Zeiten mit euren Stellenanzeigen online präsenter als sonst zu sein, nutzt zumindest zwei, drei kostenlose Angebote von Stellenbörsen oder Recruiting-Dienstleistern.
  2. Unterstützt die Recruiting-Dienstleister eures Vertrauens, mit denen ihr auch vor Corona gute Erfahrungen gemacht habt. Und zwar, indem ihr weiter bei ihnen bucht, damit auch sie als Unternehmen die Corona-Krise heil überstehen.
  3. Sortiert alle Anbieter, die ganz normale Preise verlangen und Corona nur für Marketing- / Vertriebszwecke nutzen, erstmal aus. Keine Schnellschüsse in Krisenzeiten. Speichert sie euch ab zur Prüfung „nach Corona“.
  4. Entscheidet euch zunächst für Anbieter, die kostenlos Corona-Unterstützung anbieten, oder mit denen ihr schon seit Jahren gute Erfahrungen macht und die euch nun in dieser Krise ein Angebot für ausgewählte Kunden machen.

Im Folgenden nun meine Erfahrungen mit einzelnen Stellenbörsen und Recruiting-Dienstleistern.

Meinestadt.de

Meinestadt.de bietet kostenlose Stellenanzeigen für Ärzte und Pflegepersonal, beschränkt auf Anzeigen, „die zur Stabilisierung der derzeitigen medizinischen Grundversorgung dienen“. Maximal 5 Anzeigen pro Unternehmen, kein schriftlich zu unterzeichnendes Angebot. Einzusenden waren Logo, Text oder Link zur Stellenanzeige auf der Unternehmenswebsite und optional ein Titelbild. Die Anzeigen werden für 30 Tage auf meinestadt.de und Partnerportalen aus dem Gesundheitswesen ausgespielt.

Meine Einschätzung: Ich habe das Angebot am 20.3. bekommen, zwei Anzeigen eingesandt, bekam schnell die Bestätigung, dass die Anzeigen weitergeleitet wurden und dann am 23.3. online gegangen waren. Am 19.4. bekam ich die Auswertung: 2.379 Einblendungen und 8 Klicks für den Oberarzt, 3.437 Einblendungen und 34 Klicks für die Krankenpfleger auf der Intensivstation. Sehr positive Erfahrung.

Jobware.de

Jobware ging laut eigenen Aussagen nur auf ausgewählte Kunden aus Corona-Hotspots, also stark betroffenen Regionen, zu und bot ihnen an, alle Anzeigen aus dem Medizin und Pflegebereich kostenlos zu veröffentlichen. Keine Stellen aus kaufmännischen Berufen oder Krankenhausverwaltung, aber durchaus auch Pflegejobs auf anderen Stationen als Intensivstationen und (fast) ohne Limit nach oben („Bei sehr großen Anzeigenmengen kann eine Auswahl erfolgen“). Das fand ich super, denn als Krankenhäuser brauchen wir in Corona-Zeiten nicht nur Unterstützung im Epizentrum. Gerade auf den Stationen, von denen wir im Ernstfall die Pflegekräfte abziehen müssen, um sie auf den Intensivstationen und in den Notaufnahmen einzusetzen, werden weitere Kräfte benötigt.

Bei Jobware musste ein schriftliches Angebot unterzeichnet werden, das war aber kein großer Akt. Das Angebot endet automatisch zu einem bestimmten Termin und muss nicht gekündigt werden. Es enthält also keine Abo-Falle. Damit die Stellenanzeigen nicht händisch übertragen werden müssen (bei den DRK Kliniken Berlin momentan immerhin 160 Stellen), wird kostenlos eine Schnittstelle programmiert, was zwei, drei Tage dauern soll.

Stellenanzeigen-Flatrate oder Kontingente?

Meinen Einschätzung: Jobware nimmt wirklich einen erheblichen Aufwand auf sich und geht in Vorleistung, ohne zu wissen, ob der Kunde sich „nach Corona“ für eine kostenpflichtige Zusammenarbeit entscheiden wird. Nur kurz wird im Gegenzug auf das so genannte Zielgruppenkonzept eingegangen, also auf die Distributionskanäle, die an Jobware angeschlossen sind, u.a. der Tagesspiegel. Und darauf, dass Jobware im Normalmodus eher mit Stellenanzeigen-Flatrates als –Kontingenten arbeitet. Sympathisch fand ich auch, dass der Jobware-Vertreter zugab, dass man nicht wisse, ob „die Leute überhaupt Zeit haben, sich im Moment Stellenanzeigen anzugucken“. Richtig, das wissen wir alle nicht. Finde ich ehrlicher, wenn der Dienstleister das zugibt, als wenn er mit leeren Marketingversprechen um sich wirft.

Das Angebot von Jobware habe ich in Anspruch genommen. Meine Erfahrungen: Schneller Rückruf innerhalb eines Tages, unkomplizierter Start der Kooperation. Zuerst sollte die Schnittstelle mittels eines XML-Feeds aus unserem Bewerbermanagementsystem programmiert werden, doch aufgrund der Bewerberflut der Corona-Unterstützer kam ich nicht dazu, die notwendigen Testanzeigen für die Prüfung des XML-Feeds zu schalten. Jobware hat uns trotzdem nicht aufgegeben, sondern alleine eine Lösung gefunden und 104 unserer 160 Stellen in sein System importiert.

Stepstone.de

Stepstone bietet kostenlose Stellenanzeigen für Krankenhausmitarbeiter (Ärzte und Pflegekräfte), die mit der Bekämpfung von Corona beschäftigt sind. Die Anzeigen sollen an eine zentrale E-Mail-Adresse geschickt werden. Ich habe zehn Anzeigen eingeschickt, 1x Oberarzt in der Notaufnahme, 9x Pflegekräfte auf Intensiv- und Überwachungsstationen. Nach einigen Tagen kam eine Mail zurück, man habe die Anzeigen geprüft, doch sie entsprächen nicht den Kriterien. Die Kriterien seien:

  • Ärzte in Krankenhäusern: Intensivmediziner, Lungenfachärzte, HNO-Fachärzte
  • Krankenschwestern und Pflegefachkräfte in Krankenhäusern
  • Niedergelassene Ärzte, die Corona-Fälle behandeln (v.a. Lungen- und HNO-Fachärzte)
  • Medizinische Fachangestellte in Arztpraxen, die Corona-Fälle behandeln (v.a. Lungen- und HNO-Arztpraxen)
  • Virologen
  • Laborpersonal zur Entwicklung von Impfstoffen und Tests
  • Freiwillige Helfer: Medizinstudenten

Nicht inbegriffen seien medizinische Berufsgruppen wie Ärzte aus anderen Fachrichtungen (Zahnärzte) und Pflegepersonal außerhalb von Krankenhäusern und Arztpraxen wie Altenpfleger.

Meine eingesandten Anzeigen entsprachen allerdings durchaus den Kriterien. Nach weiteren Mails und Telefonaten stellte sich heraus, dass sich Stepstone an dem Einstellungstermin störte, welcher in einigen meiner Anzeigen auf den 1.4. datiert war. Warum wir, wenn wir die Leute doch so dringend benötigten, eine Einstellung erst in ein, zwei Wochen vornehmen würden? Das war ein Fehler in der Anzeige oder eine ältere Anzeige von vor der Corona-Krise, die jetzt aber an Dringlichkeit gewonnen hatte, jedenfalls bleibt in der aktuellen Ausnahmesituation wenig Zeit, das im Detail zu prüfen. Natürlich stellen wir Pflegekräfte sofort ein.

Meine Einschätzung: Am Ende landete wenigstens die Hälfte meiner Anzeigen auf Stepstone, der Anbieter zeigte sich einsichtig und verstand, dass wir gerade alle improvisieren müssen. Bis dahin war es allerdings ein langer Weg.

Institute for Competitive Recruiting

Auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Unterstützung kam von Wolfgang Brickwedde vom Institute for Competitive Recruiting. Für unsere dringendste Vakanz, den Oberarzt in der Notaufnahme, bot er einen kostenlosen Active Sourcing Service. Zwanzig freiwillige Sourcer aus seinem Netzwerk meldeten sich, um für Corona-Zwecke auf die Suche zu gehen, drei erhielten dann den konkreten Auftrag, sich bezüglich unserer Ausschreibung auf die Suche zu machen. Vorher besprachen wir ausführlich, welche Hilfe wirklich Sinn macht: Keine Massenaktion, lieber konkrete Hilfe bei einer großen Herausforderung.

Unser Chefarzt bekam die Gelegenheit, ein kurzes Briefing incl. Black List (Welche Art von Personen suchen wir NICHT) abzugeben. Zusätzlich wurde die Stelle kostenlos über CandidateReach ausgeschrieben. Die Active Sourcer mussten kurz in sich gehen, ob die Abwerbung von Ärzten in Krisenzeiten moralisch zu rechtfertigen ist – da kann man unterschiedlicher Meinung sein. Wir haben den Oberarzt für die Notaufnahme nicht wegen Corona ausgeschrieben, doch diese Vakanz ist durch Corona jetzt umso mehr in den Fokus gerückt. Recruiting-Maßnahmen inclusive Direktansprache von möglichen Kandidaten, wie sie bei Oberarztpositionen Gang und Gäbe ist, hätten wir so oder so ergreifen müssen.  Das konnten dann auch die Sourcer so sehen. Auf das Ergebnis bin ich gespannt und werde hier berichten und ergänzen.

Deutsches Ärzteblatt und aerztestellen.de

Angetan war ich auch vom Angebot des Deutschen Ärzteblatts, in dem die Stellenanzeigen ja sonst kostenintensiv sind: Das aktuelle kostenfreie Anzeigenpaket für Kliniken und Praxen besteht aus einer  kleinen Print-Stellenanzeige  in einer Sonderrubrik  zum Thema Corona Virus  im Stellenmarkt des  Deutschen Ärzteblattes  (Standardlayout 1/4 Seite, zweispaltig) und einer  standardisierten HTML-Anzeige, die zusätzlich auf  aerztestellen.de, veröffentlicht wird. Das Angebot gilt zunächst für zwei Ausgaben. Einzusenden sind Logo, Kontaktdaten und jeweils 5 Stichpunkte zur Beschreibung der vakanten Stelle und zu den Benefits. Die von mir eingereichte Mini-Stellenanzeige sieht wie folgt aus und ich erhielt innerhalb eines Tages eine positive Rückmeldung, dass sie in der nächsten Ausgabe erscheinen werde:

Oberarzt oder erfahrener Facharzt (w/m/d) als Oberarzt für die Notaufnahme

Ihr Profil

  • Facharzt (m/w/d) mit den Schwerpunkten Innere Medizin und Notfallmedizin
  • Berufserfahrung: Rettungsdienst, Notaufnahme und Intensivstation
  • Idealerweise Erfahrung im Katastrophenmanagement bei Großschadenslagen
  • Gute sonographische Kenntnisse für die „bed side“-Diagnostik
  • Sie sind ein „Charakter“!

Unser Angebot

  • Sehr viel Wissen innerhalb weniger Jahre!
  • Verhandelbares Gehalt, bitte Gehaltsvorstellung angeben
  • Interne Ausbildung „Klinische Notfall- und Akutmedizin“ durch unseren Chefarzt
  • Herausragend gutes Verhältnis zwischen Pflegekräften und Ärzten, geringe Fluktuation
  • Notfall-Kinderbetreuung („Kids-Mobil“) bei kurzfristigen Arbeitseinsätzen

stellenmarkt-neurologie.de, stellenmarkt-schmerztherapie.de, stellenmarkt-kardiologie.de

Das Angebot: Bis zum 17. April können Anzeigen aller drei Fachrichtungen, die direkt mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie verbunden sind, kostenlos in den Stellenbörsen und zugehörigen Social Media-Kanälen geschaltet werden. Danach läuft die Anzeige, wenn sie nicht gekündigt wird, kostenpflichtig weiter. Nicht ganz klar ist mir, wie die direkte Verbindung zum Virus hergestellt werden soll, denn auf der Kardiologie oder Neurologie landen die Patienten eher nicht.

Welche Erfahrungen habt ihr mit weiteren Corona-Angeboten von Stellenbörsen und Recruiting-Dienstleistern gemacht?

Nachtrag: Die hier im Artikel beschriebenen Anbieter waren die ersten, die ab Mitte/Ende März mit Corona-Aktionen auf Unternehmen im Gesundheitswesen zugingen. Mein Blogartikel beschreibt und sortiert die Eindrücke dieser ersten Tage. Danach explodierte das Angebot geradezu. Recruiting Dienstleister konnten es sich kaum mehr erlauben, kein eigenes Corona-Special zu entwickeln. Inzwischen hat  das Ganze wirklich absurde Züge angenommen und ich  ziehe Angebote dieser Art gar nicht weiter in Betracht.

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Stellenanzeigen | Stellenausschreibungen

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